Dieser Leserbrief wurde am 17.12.2017 im Ronsdorfer Sonntagsblatt nur sehr gekürzt wiedergegeben. Deshalb hat uns der Autor den Gesamttext freundlicherweise zur Verfügung gestellt: 

Sorry, aber ich muss mir mal ein bisschen Luft machen. Mir scheint, die Befürworter der L419 sind ein bisschen unterrepräsentiert.

Ausbau L419, ich bin dafür!!

Vorab, ich bin nicht mit den Planern der L419 verwandt oder verschwägert. Ich bin nur unmittelbarer Betroffener dieser Straße. Ich wohne „Am Knöchel“ in direkter Nähe zur L419.

Ich hoffe, der Ausbau beginnt, wie geplant zügig und die zweite Ausbaustufe erfolgt ebenfalls zügig und im unmittelbaren Anschluss, denn nur dann funktioniert der reibungslose Verkehrsfluss, den wir hier oben dringend brauchen. Der Verkehr nimmt zu, ob wir das nun wollen oder nicht.

Die Gegner träumen immer noch von einer Tunnellösung, diese Lösung ist vom Tisch seit Abschluss der zwei-ten Planungsphase. Ich hätte sie mir auch nicht gewünscht, denn das hätte bedeutet, dass die Anwohner Lichtscheid/Knöchel/Parkstraße/Erbschlöh und Anrainer die Tunnel-Eingangs- und Ausgangsabgase in vollem Umfang und konzentriert vor die Nase geblasen bekommen hätten.

Zum anderen wird argumentiert, Lkw`s würden (um Maut zu sparen) durch Ronsdorf fahren. Keiner, der schon mal einen Lkw gefahren hat, wird freiwillig, um ein paar Euro zu sparen, durch Ronsdorf fahren!

Weitere Gegner sagen, Ronsdorf wird zerschnitten. Wenn ich mir die Bezirksgrenzen Ronsdorf so ansehe, dann wird im Wesentlichen das Waldstück nördlich von Erbschlöh, da wo die JVA ist, abgetrennt. Das halte ich für nicht wirklich schlimm.

Des Weiteren wird gesagt, dass die Verkehrszahlen nicht stimmen, weil die Zählung von 2005 sei. Möglich, dann ist es doch nur um so sinnvoller, schnellstmöglich mit dem Ausbau zu beginnen, denn sinken werden die Zahlen bestimmt nicht.

Es wird argumentiert, die L419 wird zur Autobahn gemacht, auch das stimmt nicht. Die L419 wird von einer Landstraße zu Bundesstraße erhoben, denn das ist Voraussetzung, damit der Bund die Kosten für den zweiten Bauabschnitt übernimmt, weil die L419 an eine Bundesautobahn anschließt.

Na ja, usw., usw., usw.

Ich möchte aber lieber mal ein paar Vorteile aufzählen.

  • Wir unmittelbaren Anwohner kommen morgens nur unter Lebensgefahr auf die Parkstraße und abends zu unseren Häusern zurück, weil der Verkehr so dicht fließt, dass ein Linksabbiegen nicht möglich ist.
  • Die Ampelanlagen der Kreuzungen an den Zubringern Lichtscheid/Erbschlöh ermöglichen nun ein sicheres Auffahren. Der z. Zt. lebensgefährliche Fußgängerüberweg an der Bushaltestelle wird endlich in die Ampelanlage einbezogen. Es hat dort bereits viele Unfälle mit Verletzten gegeben.
  • Beim Ausbau bekommen wir endlich eine Lärmschutzwand und die wird auch noch weiter von uns weg aufgestellt, weil die gesamte L419 von Lichtscheid bis ca. „Zur Wolfskuhle“ erheblich nach Norden (ca. 70m)  enger gezogen wird, bei gleichzeitiger Absenkung der Straße um 2m. Die L419 wird kreuzungsfrei bis zur Autobahnanschlussstelle gebaut. Ein vollkommen reibungsloser Verkehrsfluss ist die Folge.
  • Die teils heftigen Brems- und Anfahrgeräusche an den jetzigen Ampelanlagen entfallen.
  • Die Bushaltestelle Parkstraße Richtung Ronsdorf entfällt, hier stehen in Spitzenzeiten bis zu 6 Busse gleichzeitig mit laufenden Motor unmittelbar an den Häusern und verursachen Lärm und Schmutz. Dieser kleine "Busbahnhof" wird nun in die Auffahrt auf die L419 am Industriegebiet der ehemaligen Diedenhofen-Kasernen verlegt.
  • Ach ja, der Lärmschutz wird im Wesentlichen deutlich besser. Da, wo 123 Objekte (Planungsaussage) mit einer Lautstärke zu rechnen haben, die geringfügig höher ist als die gesetzlichen Vorgaben, die haben zurzeit überhaupt keinen Lärmschutz.
  • Die L419 wird übrigens mit Flüsterasphalt versehen.

Alles in allem, könnte ich hier noch eine Menge mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Ich wünsche mir einen schnellen Ausbau und bringt bitte eine Schippe mehr mit, damit ich helfen kann und es schneller geht ; ) .

Wer möchte, kann mich jetzt gerne öffentlich zerreißen, das ändert aber nichts an den Tatsachen.

P:S: Die Planer haben einen sehr, sehr guten Job gemacht. Danke dafür. Die ewigen Bedenkenträger zerreden nur alles. Mit ihnen hätte Wuppertal heute auch keine Schwebebahn und deswegen wird es wohl auch keine Seilbahn geben. Schade!

 Mit besten Grüßen

Olaf Schulz 





Der Ausbau der L 419 ist zwingend erforderlich.  

Ich erwarte, dass das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr – wie vom Land angekündigt – begonnen wird. Denn die verkehrliche Belastung auf den Südhöhen ist mittlerweile an ihre Grenzen gekommen und für die Verkehrsteilnehmer, aber auch für alle Anwohner nicht mehr hinzunehmen.  Deshalb muss der Lückenschluss jetzt vom Land erfolgen – und zwar in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Bauabschnitten.    
Denn nur mit dem Anschluss an die A 1 macht dieser Ausbau Sinn!
Unverzichtbar sind bei dem Ausbau Lärmschutzmaßnahmen in allen Bereichen, an die Wohnbebauung grenzt – also am neuen Wohngebiet auf Lichtscheid, an der Wolfskuhle, im Bereich des Gewerbegebietes, am Sportplatz des TSV Ronsdorf und an den Ronsdorfer Anlagen.        
Auch hierfür werde ich mich einsetzen!“

Andreas Mucke, Oberbürgermeister der StadtWuppertal



"Der Ausbau der L 419 mit dem Anschluss an die A1 wie geplant, ist dringend erforderlich, um zu verhindern, dass die Ronsdorfer Innenstadt und  die L 58, im Bereich Linde und Jägerhaus, weiterhin als Abkürzungs- und Zufahrtsweg von und zur Autobahn benutzt werden." 

Kurt-Joachim Wolffgang, Mitglied im Rat der Stadt Wuppertal





"Ich finde den vierspurigen Ausbau der L 419 richtig, weil damit endlich das Nadelöhr zwischen Lichtscheid und  der A 1 beseitigt wird. Wichtig ist aber, das die Ronsdorfer die neue Straße dann auch besser und sicherer überqueren können als heute.“

Jürgen Hardt, Mitglied des Deutschen Bundestags




"Die L 419 wird jetzt in die konkrete Planfeststellung überführt. Damit ist ein weiterer Schritt getan, um endlich die verkehrlichen Verbesserungen für Wuppertal und Ronsdorf auf den Weg zu bringen."

Dietmar Bell, MdL







"Die letzte Baustelle der L 419 und die Unfälle der Vergangenheit mit ihrer zwangsläufigen Einspurigkeit sind ein Beweis für die Notwendigkeit eines schnellen vierspurigen Ausbaus dieser Straße."

Lothar Nägelkrämer, ehem. Bezirksbürgermeister Ronsdorf



"Ich bin für den Ausbau der L 419, weil damit die Lücke zwischen der A 1 und der L 418 geschlossen wird und der Verkehr auf den Südhöhen besser fließen kann. Dadurch werden die Straßen in Ronsdorf deutlich entlastet – und damit auch die Anwohner."

Rainer Spiecker MdL, CDU-Kreisvorsitzender






"Der notwendige zeitnahe Ausbau der L419 wird für Ronsdorf und Wuppertal zur erheblichen Entspannung des Verkehrsflusses beitragen. Die kostenseitig einzig vertretbare Variante mit harmonisch in die Landschaft integrierten Lärmschutzwänden kann von den Ronsdorfer Bürgern mitgestaltet werden. Der nahtlose Übergang vom Bauabschnitt I zum Bauabschnitt 2 muss zwingend Bestandteil der Ausbauplanung sein."

Harald Kroll








"Als unmittelbarer Anlieger - zwischen unserem Haus und der südlichen Fahrbahn liegen ca. 12 Meter - bin ich an einem möglichst schnellen und wirtschaftlich vertretbaren Ausbau der L 419 in der jetzt geplanten Version interessiert."

Jörg Orth 







„Die Tunnellösung ist unrealistisch. Wir setzen darauf, dass der geplante Ausbau der L419 auch den Verkehrsfluss auf den Wuppertaler Südhöhen entlastet.“

Klaus Jürgen Reese

Vorsitzender der SPD_Ratsfraktion


 

 





„Ich setze darauf, dass der dringende Ausbau der L419 realisiert wird.“

Volker Dittgen

Vorsitzender des Verkehrsausschusses

Ronsdorfer für die L 419
J e t z t !